Podcast #60 I Gerda Söhngen von KEIL Befestigungstechnik: Wieso die Nachfolge erst im zweiten Anlauf gelang

Published on December 17, 2025

Im Podcast spricht Gerda Söhngen über ihre erfolgreiche Nachfolge im zweiten Anlauf, welche Rolle Visitenkarten mit dem Aufdruck Praktikantin und Sneakers dabei spielen und welche Pläne sie für die Zukunft hat.

Zur Folge

„Für mich war glasklar, dass ich nie wieder ins Familienunternehmen komme“, sagt Gerda Söhngen über den Moment, in dem sie ihrer Mutter gerade offenbart hatte, dass sie als Nachfolgerin hinschmeißt. Danach eröffnete sie erstmal ein Fitnessstudio. Heute ist sie, entgegen ihrer eigenen Erwartungen, dennoch Geschäftsführerin des Familienunternehmens. „Ich wurde immer unauthentischer, weil ich mich mehr darauf konzentriert habe, die Erwartungen zu erfüllen und in den Rahmen zu passen, als einfach nur meine Arbeit zu machen“, erinnert sie sich an ihre erste Zeit im Unternehmen.

KEIL Befestigungstechnik sitzt in Engelskirchen im Bergischen Land, beschäftigt 30 Menschen und stellt Befestigungssysteme vor allem für Fassadenplatten her. Gegründet haben die Firma 1963 Carl und Gertrud Eischeid in ihrer Garage, in der sie Bohrer produzierten. 15 Jahre später erfand der Tüftler Carl Eischeid den sogenannten Hinterschnittanker, eine Art Superdübel. Der ist gerade mal so groß wie ein Daumennagel, kann aber tonnenschwere Platten an Gebäuden halten. Technik von Keil steckt in der Christusstatue in Rio de Janeiro, im Wimbledon-Stadion in London und im Großen Ägyptischen Museum in Gizeh.

Gerda Söhngen kehrte 2019 ins Familienunternehmen zurück und führt es heute gemeinsam mit einem Co-Geschäftsführer. Im Podcast spricht sie darüber, was beim zweiten Anlauf anders lief, welche Rolle Visitenkarten mit dem Aufdruck Praktikantin und Sneakers dabei spielen und welche Pläne sie für die Zukunft hat. „Ich finde es schön, dass wir kontinuierlich in der Veränderung sind. Ich glaube, es ist nie fertig“, sagt die Unternehmerin im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Managing Director des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.

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