
Podcast #55 I Jörg de la Motte und Steffen Philipp von Hima: Wie das Geschäft mit der Sicherheit in Zeiten geopolitischer Krisen boomt
Jörg de la Motte und Steffen Philipp von Hima: Wie das Geschäft mit der Sicherheit in Zeiten geopolitischer Krisen boomt
Im Podcast sprechen Jörg de la Motte und Steffen Philipp über die Bedeutung von Sicherheitstechnik in der aktuellen Zeit, über Historie und Zukunftspläne des Familienunternehmens und darüber wie gute Führung gelingt.
Zur Folge
Die Systeme des Automatisierungsspezialisten Hima sind dazu da, das Schlimmste zu verhindern: Sie balancieren Steamcracker in Chemiewerken aus, sorgen dafür, dass in der berühmten Londoner Tube die Türen auf der richtigen Seite aufgehen, und schützen Stromnetze vor Hackern. In Zeiten geopolitischer Krisen und militärischer Auseinandersetzungen sei das Verständnis für Sicherheit gewachsen, sagt Hima-CEO Jörg de la Motte im Podcast „Alles neu...? Aus dem Maschinenraum“. „Das Bewusstsein für die Bedeutung der kritischen Infrastruktur hat auch in der Bevölkerung stark zugenommen. Das hat schon mit Corona angefangen und geht jetzt zum Beispiel beim Thema Cyber Security weiter“, so de la Motte.
Die Hima-Gruppe sitzt in Brühl bei Mannheim, beschäftigt 1100 Menschen und hat 2024 knapp 190 Mio. Euro umgesetzt. Das Familienunternehmen hat über 50 Standorte auf der ganzen Welt, abgeschlossen ist die Internationalisierung damit aber noch nicht. „Es gibt immer noch weiße Flecken auf der Landkarte, und auch da lässt sich noch Potenzial erschließen“, sagt Steffen Philipp, Geschäftsführender Gesellschafter und Urenkel des Gründers. Im Podcast spricht er auch über den Einstieg in den chinesischen Markt: „Es ist für uns gar nicht so schwierig gewesen, dort zu starten, weil unsere Kunden Möglichkeiten gesucht haben, in China Produktionen aufzubauen. Wir haben sehr klein angefangen, es war ein langer Prozess.“
Der Familienunternehmer erzählt außerdem, wie es war, das Unternehmen in die Hände eines externen CEOs zu geben. „Die Veränderung in der Unternehmensgröße führt dazu, dass Sie irgendwann überlegen müssen: Können Sie die nächsten Schritte gehen?“ Er habe das für sich mit Nein beantwortet. „Ich habe eine Ausbildung und Erfahrung, die für ein Unternehmen mit ungefähr 1000 Mitarbeitern reichen“, sagt Philipp. „Danach kommen Strukturen und Prozesse, die ich nicht mehr begleiten kann, weil ich es schlichtweg nicht gelernt habe.“ Seine Erkenntnis: „Das Beste ist, man umgibt sich mit Menschen, die besser sind als man selbst.“
+++ Mehr Informationen zu Jörg de la Motte und Steffen Philipp auf LinkedIn und zu HIMA auf der Webseite. +++
