Podcast #63 I Isabelle Himbert & Simone Weinmann-Mang von Arno Arnold: Darum ist Glaube hier nicht nur Chefinnensache

Published on March 25, 2026

Im Podcast sprechen Isabelle Himbert & Simone Weinmann-Mang darüber, wie sich ein Generationenwechsel gestalten lässt, ohne – wortwörtlich – “ins Lenkrad zu greifen", warum es schwer fallen kann, das Familienunternehmen am Abendbrottisch einmal außen vor zu lassen, und was in China besser läuft als in Deutschland.

Zur Folge

Für viele Unternehmerfamilien ist der Glaube Privatsache. Bei Mutter und Tochter Simone Weinmann-Mang und Isabelle Himbert von Arno Arnold ist er gelebte Unternehmenskultur: Der Pfarrer beim Spatenstich, die Sternsinger in den Werkshallen, ein Gebet vor schwierigen Entscheidungen. Übersetzt im Unternehmensalltag heißt das für die beiden: „Die Mitarbeiter sind für uns keine Zahlen, wir sehen immer die Menschen dahinter.“

Die Geschichte von Arno Arnold beginnt im 19. Jahrhundert mit dem Bandoneon, jenem Instrument, das mit dem Tango um die Welt geht. Aus seiner Fertigung entsteht in den 1930er-Jahren ein neuer Geschäftszweig: Schutzabdeckungen für Maschinen, konstruiert nach demselben Faltenprinzip wie die Bälge des Instruments. In den 1970er-Jahren vollzieht das Unternehmen endgültig den Schritt von der Musik zur Maschine. Heute ist Arno Arnold ein Hidden Champion aus Hessen, mehr als 160 Jahre alt und wird in sechster Generation von Isabelle Himbert und ihrem Mann geführt.

Das Familienunternehmen muss sich heute in einem globalen Markt behaupten, in dem Wettbewerbsfähigkeit neu austariert wird. Isabelle Himbert spricht über den Aufbau des China-Standorts mitten in der Pandemie, über die Geschwindigkeit asiatischer Märkte und über den Anspruch, Deutschland als Produktionsstandort stark zu halten. „Wir sind tatsächlich nach China gegangen, weil wir nah am Kunden sein wollten“, sagt sie. Mit Blick auf Deutschland warnt sie zugleich vor falscher Selbstgewissheit: „Wir haben hier in Deutschland noch die Arroganz des ‚Made in Germany‘.“

Wie sich ein Generationenwechsel gestalten lässt, ohne – wortwörtlich – “ins Lenkrad zu greifen” und warum es schwer fallen kann, das Familienunternehmen am Abendbrottisch einmal außen vor zu lassen, darüber sprechen Simone Weinmann-Mang und Isabelle Himbert im Podcast „Alles neu..? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers und Katja Michel.

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