Podcast #64 I Jakob Schöffel von Schöffel: Wieso er so jung zum Chef wurde und wie er nun mit dem Druck umgeht

Published on April 22, 2026

Im Podcast spricht Jakob Schöffel darüber, wie er mit 26 Jahren die Nachfolge seines Vaters antrat und das Familienunternehmen in die achte Generation führt – warum die Entscheidung für ihn kein Selbstläufer war, wie Schöffel auf den Klimawandel reagiert und was es bedeutet, plötzlich in der Gesamtverantwortung zu stehen.

Zur Folge

Jakob Schöffel war gerade einmal 26, als er letztes Jahr die Nachfolge seines Vaters antrat. Nun führt er in der achten Generation das Familienunternehmen. Schöffel ist einer der bekanntesten deutschen Hersteller von Ski- und Outdoorkleidung, sitzt in Schwabmünchen bei Augsburg und beschäftigt knapp 280 Menschen. Die Entscheidung, ob er so früh an der Spitze stehen will, hat Jakob Schöffel sich nicht leicht gemacht. „Es war ein Prozess“, erzählt er im Podcast. „Meine große Sorge war, dass ich meine Freiheiten aufgebe und vielleicht gar nicht mehr so leicht rauskomme, falls es mir nicht gefällt.“

Am Ende habe er sich dafür entschieden, weil er überzeugt sei, in keinem anderen Job so viel gestalten zu können. Für ihn sei es aber nach wie vor eine mögliche Diskussion, dass er vielleicht nicht der Richtige sei. „In Familienunternehmen muss es eine Option sein, zu sagen: Der Familienunternehmer ist vielleicht nicht das richtige Management“, sagt Schöffel.

Das Unternehmen steckt gerade in einer tiefgreifenden Transformation. Immer weniger Schnee in den Alpen sorgt dafür, dass der Markt für Skibekleidung kleiner und exklusiver wird. Schöffel ist deswegen in neue Geschäftsfelder eingestiegen und stellt zum Beispiel auch Funktionshosen für die Polizei und Combat-Shirts für die Bundeswehr her. Schöffel erzählt, er habe lange darüber nachgedacht, diesen militärischen Bereich weiter auszubauen. „Ich habe eine Reise durchlaufen müssen, um zu dem Punkt zu kommen, dass Wehrfähigkeit ein notwendiges Muss ist“, sagt er.

Der Unternehmer spricht auch offen über den Druck, der mit seiner Rolle verbunden ist. „Keiner kann dich auf diesen Job vorbereiten“, sagt er. „Dieses Gefühl, auf einmal in der Gesamtverantwortung zu stehen, kannst du in keinem Buch lesen. Die Leute können dir davon erzählen, aber es selbst am eigenen Körper zu erfahren, ist eine völlig andere Geschichte“ erzählt Jakob Schöffel im Podcast „Alles neu..? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers und Katja Michel.

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